Mehr Kunden-Loyalität im Onlineshop eCommerce, Teil II

März 21, 2017
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Einen Onlineshop zu betreiben ist im heutigen Verdrängungswettbewerb sicherlich nicht einfach. Einen Onlineshop erstellen, um neu zu starten unmöglich? Nein – jedoch ist völlig klar, dass man sich eine eigene Nische schaffen muss, denn einen Elektro/Consumer Store zu eröffnen, ist in den Zeiten, in denen sich Amazon, Notebooksbilliger und Cyberport gegenseitig bekämpfen, recht aussichtslos.

Basisanforderung: Sortiment & Produktqualität

Sortimentshygiene ist das A&O nicht nur für den „Online“-Handel – dies gilt ebenso für die Offline-Welt. Sowohl Qualität, als auch Quantität des Sortimentes muss im Verhältnis zu der Nische stehen, die von dem Shop besetzt wird. Einigen Händlern reicht es aus 2-3 Eigenprodukte über Ihren Onlineshop zu vertreiben – dies wäre natürlich für einen Fashion Online-Store, der Produkte anderer Marken vertreibt eher schädlich. Machen Sie sich als Händler über Ihr Produktsortiment attraktiv! Enthusiasten kennen Ihre Zielgruppe und suchen für sie das passende Portfolio heraus.

Basisanforderung: Preis / Leistung

Das Gefüge von Preis / Leistung ist ebenso wie das Sortiment eine Grundanforderung an einen erfolgreichen Shop. Erfolgreiche Webshop-Betreiber wie z.B. Outlet46.de postulieren „Du musst nicht der billigste sein, jedoch muss Dein Preis Markt- und Konkurrenzfähig sein!“. Im Vergleich Sortiment zu Preis, muss der Shop also wettbewerbsfähig zu anderen Online-Händlern sein.

Bei der Automatisierung der Preise mit Hilfe einer intelligenten Preis-Findung, können Repricing-Tools wie z.B. die Lösungen von patagona oder Sellerlogic helfen. Mit Hilfe dieser Software-Tools, können die Händler nicht nur ihre Hausaufgabe in Bezug auf Amazon Buybox Marketing durchführen, sondern auch automatisch marktgerechte Preise – automatisiert – ermitteln und für den eigenen Fall errechnen.

Basisanforderung: Shop-Usability Faktoren

Shop-Usability ist eine Standard-Disziplin für den eCommerce Enthusiasten, denn glückliche Kunden kommen zurück und kaufen erneut. Viele Funktionen, die dem Menschen das Einkaufen in einem Onlineshop erleichtern werden als Standardfunktion in der eCommerce SoftwareShopsystem“ betrachtet. Dies trifft zum Teil zu – zum Teil leider immer noch nicht – auch im Jahr 2017. Aus diesem Grund gibt es hier noch einmal eine Auflistung der wesentlichsten Faktoren.

Für den Kunden ist das schnelle und einfache Finden von Produkten, nach dem ersten Eindruck des Shops, essentiell. Lassen Sie Ihren Kunden nicht lange warten. Nach spätestens zwei Produktkategorie-Ebenen und dem setzen von Facetten-Filtern, sollte er schnell zu seinem Wunsch-Produkt finden. Paginierungen zum Blättern in Produktkategorien und Suchergebnissen sind heutzutage nicht mehr zeitgemäß und sind durch dynamisches Nachladen der Seite zu ersetzen (Lazy-Loading). Die Suchfunktion ist neben Produktkategorien ein ebenso wesentliches Feature schnell zu einem Wunschartikel zu gelangen. Wesentlich Bestandteil von eCommerce Erfolg ist eine performante und vor allem fehlertolerante, phonetische Suche, die mit Synonymen arbeiten kann.

Die Product Detail Page (sog. „PDP“), auch Produktdetailseite genannt, bedarf einer hohen Aufmerksamkeit, denn dort beginnt der eigentliche Salesprozess in der Onlineshop Software. Der Kunde entscheidet sich für den Kauf, d.h. er mündet in dem sogenannten „Cart insert“ oder gegen ein Produkt und der Kunde mündet in einem „Bounce“. Die Bounce-Raten auf PDP’s belaufen sich nicht selten bei >60% – d.h. hier ist in der Regel großes Optimierungspotential vorhanden. Online-Händler sollten gängige Erkenntnisse aus der Usability-Forschung nutzen und sich permanent Wissen hierüber zuführen – z.B. über den Blog Konversionskraft.de, der in einem Artikel über die Produkt Detail Page praxisnahes Wissen vermittelt. Es empfiehlt sich ebenfalls über gängige Analyse Verfahren wie z.B. Google Analytics den Sales-Funnel regelmäßig zu messen, um die eigene Bounce-Rate an jeder Stelle des Sales-Prozess im Onlineshop nachvollziehbar zu machen.

Der Checkout Prozess im Onlineshop muss: schnell, konsistent und sicher sein. Es darf keine Hürden, keine Zweifel und auch keine Unsicherheiten geben. Hierzu hat Konversionskraft in dem Artikel „Der perfekte Warenkorb“ eine sehr gute Übersicht erstellt, die Shopbetreibern Aufschluss über empfehlenswerte Maßnamen zeigt. Bis zu 67% Bounce Rate sind Realität – aus meiner Sicht gibt es hier viel Verbesserungspotential in den Onlineshops!

Meine persönliche Empfehlung lautet: Checkout Tunneling – blenden Sie im Bestellprozess sämtliche irrelevanten Informationen aus und lassen Sie Ihren Kunden sanft durch den möglichst kurzen (maximal 3 Steps) Checkout-Prozess „schweben“.

Über omeco: wir sind Hersteller der ecommerce Software „MONDO MEDIA“. Auf Basis von MONDO MEDIA lassen sich auf Basis eines enorm kurzen Time-To-Market Intervalls Onlineshops erstellen, die über viele Kanäle wie das Multichannel Frontend von MONDO MEDIA oder Marktplätze wie eBay oder Amazon Waren online verkaufen. Händler, die ihr Geschäftsmodell auf Basis von Dropshipping realisieren möchten, können dies mit MONDO MEDIA ebenfalls problemlos bewerkstelligen. Weiterhin kann MONDO MEDIA durch Automatisierung- bzw. Teilautomatisierung von Prozessen Standardaufgaben ohne Mühe für den Händler wie eine Makrofunktion automatisch durchführen.

 

Konversionskraft Checkout Onlineshop - der perfekte Warenkorb
Ein Download der Infografik von Konversionskraft kann unter folgendem Link erfolgen: Download Infografik.

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Lars Denzer

Geschäftsführer, Senior eCommerce Specialist bei omeco GmbH, Saitow AG
Geboren 01.09.1971, Studium an der TU-Kaiserslautern, Abschluss Dipl.-Biol. mit Abschluß in der Fachrichtung "neuronale Netzwerke", leitet Lars Denzer die technologische und strategische Entwicklung der omeco GmbH seit Gründung des Unternehmens. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten gehören neben Beratung, Konzeption und Umsetzung von Online-Shops (Onlineshop erstellen), das Shopsystem und unterstützt das Warenwirtschaftssystem MONDO MEDIA.
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